Steinkrebs

Kurzbeschreibung:

Der Steinkrebs (Austropotamobius torrentium) ist eine von drei in NÖ heimischen Flusskrebs-Arten. Im Gegensatz zum ebenso schwer gefährdeten Edelkrebs (Astacus astacus) lebt der kleinere und hellere Steinkrebs in den Oberlaufregionen kleiner Bäche, die völlig frei von kommunalen Abwässern oder Nährstoffeinträgen sein müssen. Die von ihm besiedelten kleinen Bäche sind daher immer in Waldgebiete eingebettet und liegen zumeist abseits von Siedlungen. Neben der Nährstoffbelastung ist vor allem das stetig weitere Vordringen des nicht heimischen, aus Nordamerika stammenden und in den Siebzigerjahren mit Förderung des Landwirtschaftsministeriums angesiedelten Signalkrebses (Pacifastacus leniusculus), der als Überträger der Krebspest fungiert, ein wichtiger Gefährdungsfaktor.

Nachdem sich in den letzten Jahren gezeigt hat, dass die isolierten, zahlenmäßig sehr überschaubaren Vorkommen des Steinkrebses dramatisch geschrumpft sind (R. Pekny, mdl.) hat sich die FG LANIUS entschlossen, die wenigen bekannten Vorkommen dieser extrem gefährdeten Spezies im Raum Hiesberg und Wachau in den nächsten Jahren einem systematischen Monitoring zu unterziehen.

Schutzstatus:

FFH-Anhang II und IV
Rote Liste (NÖ): Kat. 2, stark gefährdet

Wichtige Maßnahmen-Schwerpunkte: 

  • Systematische der Erhebung der Steinkrebsvorkommen am Hiesberg und in der Wachau
  • Allenfalls Ausdehnung der Steinkrebs-Suche auch in Nachbargebiete (Dunkelsteinerwald, südliches Waldviertel, Teile des Mostviertels) in den Folgejahren
  • Fotografische Dokumentation

Durchgeführte Teilprojekte:

  • Vorerhebung 2019 in den Verdachtsgebieten am Hiesberg (Erhard Kraus & Wolfgang Schweighofer)
  • Einzelfunde Wachau (David Jaros, Hannes Seehofer)

LANIUS-Projektteam:

Erhard Kraus, Wolfgang Schweighofer, David Jaros, David Paternoster, David Ramler, Hannes Seehofer, Klaus Teichmann

Stand: 21.04.2020