Randalpen

Kurzbeschreibung:

Auch wenn viel von der ursprünglichen Wiesenpracht in den NÖ Randalpen wohl längst verloren gegangen ist, so gibt es dennoch einige Magerwiesen, die einer Vielzahl an seltenen und gefährdeten Tier- und Pflanzenarten (z.B. Obsthummel, Saumfleckperlmuttfalter, Schwarzfleckiger Grashüpfer, Enziane und Orchideen) letzte Rückzugsorte bieten.

Aufgrund fehlender Schutzgebietsausweisungen fristen die Randalpen zwischen Erlauf- und Traisental seit langem ein Stiefmütterchen-Dasein aus naturschutzfachlicher Sicht. Nachdem Wolfgang Schweighofer nicht müde wird, auf diesen Umstand und auf die bitteren Verluste an Flächen mit höchster Biodiversität hinzuweisen (vgl. Beitrag „Unbekanntes Naturparadies Randalpen – 30 Jahre Rückschau: Was ist daraus geworden?“ in der LANIUS-Information 29/2020: S. 60-69) hat die Forschungsgemeinschaft ein Projekt bei der Lesser-Stiftung für Naturschutz München erfolgreich eingereicht und damit die Chance bekommen, Aktivitäten zum Erhalt dieser Naturjuwele zu setzen.

Wichtige Maßnahmen-Schwerpunkte: 

In einem ersten Schritt wurde 2022 in einer Zusammenschau von Experten eine Auswahl an Wiesen und Weiden im Gebiet getroffen, die auf ihre aktuelle Wertigkeit überprüft wurde. Im Frühsommer wurde ein Großteil dieser Flächen begangen und erste Erhebungen z.B. zu Orchideen und anderen Charakterarten der Magerwiesen durchgeführt. In der Folge sollen 2023 intensivere Erhebungen an ausgewählten Standorten (Vegetation, Tagfalter, Heuschrecken) gemacht und Kontakt zu den Bewirtschaftern aufgenommen werden, um entsprechendes Bewusstsein für die Einzigartigkeit dieser Lebensräume zu schaffen und spezifische Erhaltungsmaßnahmen zu unterstützen.

LANIUS-Projektteam:

Reinhard Kraus, Wolfgang Schweighofer, David Paternoster, Thomas Hochebner

Stand: 13.01.2023