Zelkinger Teich

Gebietsbetreuer: Erhard Kraus, Wolfgang Schweighofer, Georg Fürnweger

Lage: Bezirk Melk, Gemeinde Zelking-Matzleinsdorf. Am Rande des ehemaligen Betriebsgeländes der Quarzwerke AG gelegen.

Beschreibung: Regenerierter Klärteich der Quarzwerke AG. Das Gelände umfasst etwa 3-4 ha, wovon die Hälfte Teichfläche, der Rest Röhrichtgürtel und Ufergehölzsaum ist. Die Umgebung des Teichs ist von extensivem Ackerbau, Grünlandwirtschaft, Mischwäldern und einem alten Eichenbestand geprägt.
Der Wasserstand des Teichs beträgt im größten Teil des Gewässers deutlich unter 1m, in niederschlagsarmen Jahren fällt ein größerer Teil trocken. Der Teichgrund wird von Quarzschlamm gebildet, abschnittsweise hat sich ein Teppich an submerser Vegetation entwickelt (vor allem Laichkrautarten, Tausendblatt).

Fauna:

Vögel: regional bedeutsamer Brutplatz für an Gewässer gebundene Vogelarten. Als sichere oder wahrscheinliche Brutvögel konnten nachgewiesen werden: Stockente, Reiherente, Höckerschwan, Blässhuhn, Teichhuhn, Wasserralle, Zwergtaucher, Drosselrohrsänger, Teichrohrsänger, Blaukehlchen, Rohrammer.
Regelmäßige Nahrungsgäste und Durchzügler sind u.a. Baumfalke, Silberreiher, Graureiher, Krickente.

Reptilien: große Populationen von Ringelnatter und Zauneidechse. Vorkommen der Schlingnatter

Amphibien: Bedeutender Amphibien-Laichplatz. Große Populationen von Erdkröte, Springfrosch, Laubfrosch, Alpen-Kammmolch, Teichmolch. Im Umfeld gelegentlich auch Gelbbauchunke.

Insekten:
Gut untersucht ist die Libellenfauna. An diesem Gewässer konnten bisher 40 Libellenarten nachgewiesen werden, darunter z.B. eine große Population der seltenen Gabel-Azurjungfer.

Unter den Schmetterlingen sind die Nachweise des Großen Feuerfalters und des Zweibrütigen Würfeldickkopffalters erwähnenswert.
Bei den Nachtfaltern konnten unter den bisher nachgewiesenen 65 Eulenfalter-Arten (Noctuidae) u. a. 4 Arten der Ordensbänder (Catocala spp.), aber auch schilfgebundene Arten  gefunden werden. Die seltene Große Wintereule (Orbona fragariae) konnte ebenfalls im Umkreis des Teichgeländes nachgewiesen werden.

Maßnahmen: Im Rahmen zweier größerer Pflegeeinsätze wurden Maßnahmen zur Robinienbekämpfung gesetzt und der Gehölzgürtel an einer Stelle geöffnet, um Einflugschneisen für die Wasservögel sicherzustellen. Permanente Pflegeeinsätze sind nötig, um das Südufer offenzuhalten und um das Vorgelände am Ostufer reptilientauglich zu erhalten.

Ein zunehmendes Problem ist der sinkende Wasserstand in den letzten niederschlagsarmen Jahren.

Eine Fortführung der Amphibienschutzmaßnahmen (Überquerung der Landesstraße nach Pöchlarn) konnte organisiert werden.

 

Am 8.6.2013 fand ein weiterer Pflegeeinsatz statt.